19. Dezember 2025 :




Spontan beschloss ich heute zu einer Stelle zu gehen, an der ich zuletzt vor mehreren Jahren auf Ansitz war. Zum damaligen Zeitpunkt konnte ich dort regelmäßig Rehe beobachten. Ich hätte es nicht erwartet, aber tatsächlich hatte ich Glück. Leider sieht man inzwischen vielerorts überhaupt keine Tiere mehr, so war das heute ein schönes Erlebnis und ein Lichtblick für mich.
Der Druck auf Wildtiere wird immer größer, ihre Rückzugsorte immer kleiner und weniger. Alleine wenn ich sehe wo momentan überall wieder die Harvester zugange sind, und welche Massen an Holz - selbst aus Naturschutzgebieten - heraus geholt werden...
Dazu die - in meinen Augen - unsägliche Wald vor Wild Politik, bei der Reh - und Rotwild oft nur noch als Schädlinge angesehen und "drastisch reduziert" werden sollen. Als ich meine Ausbildung zum Forstwirt Mitte der 90er Jahre absolvierte erlebte ich es bereits, dass Rehe von einigen Förstern (und allgemein in der Forstwirtschaft) als Schädlinge betrachtet, und überall massiv dezimiert wurden. Im Kopf geblieben ist mir ein Gespräch aus den ersten Monaten meiner Lehre bei dem es hieß, dass man ab jetzt keine Zäune mehr baue um junge Bäume vor Verbiss zu schützen, denn das wäre zu teuer - eine Kugel sei billiger.
Man hat das Gefühl, diese Haltung gegenüber sämtlichen Tieren ist noch viel schlimmer geworden - alles was die jeweiligen Interessengruppen stört, oder keinen Nutzen und kein Geld bringt muss weg.
Der Mensch sollte seinen Umgang mit der Natur und den Wildtieren dringend überdenken und entsprechend handeln, in allen Bereichen. Auch der Umstand, dass man kaum noch Insekten und Vögel in der Landschaft sieht, ist inzwischen so gravierend, dass dies nicht mehr unbemerkt bleiben kann. Man muss sich fragen, wie weit muss das alles noch gehen und was muss passieren, bis hier bei Verantwortlichen und Entscheidungsträgern ein Umdenken einsetzt? Leider handelt man aktuell sogar genau gegenteilig und arbeitet ganz bewusst verstärkt und kontinuierlich daran, Natur - und Artenschutz auszuhebeln und zu schwächen.
17. Dezember 2025 :


Die letzten Ansitze beim Eisvogel waren nicht erfolgreich, heute kam er in vier Stunden einmal für wenige Sekunden auf den Ast vor mir. Beobachten konnte ich ihn allerdings fast die ganze Zeit, in etwa 40 bis 50 Metern Entfernung hat er einen Platz, an dem er sich bevorzugt über längere Zeit aufhält und auch Fische fängt. Dort ist ein Ansitz leider nicht möglich. Ich werde versuchen eine geeignetere Stelle zu finden, an der die Eisvögel vielleicht öfter kommen und hoffentlich auch fischen.
2. Dezember 2025 : Bei einem weiteren Besuch bei den Eisvögeln kamen heute mehrere Silberreiher, die ich einige Zeit bei der Jagd auf Fische beobachten konnte.





27. November 2025 :

Noch einmal Eisvogel...

...und Nutria.
25. November 2025 : Beim Eisvogelansitz konnte ich heute zum ersten Mal Nutrias beobachten, eine ganze Familie.






Wie man es ab und zu erlebt war es auch heute so, dass stundenlang gar nichts passierte und dann alles gleichzeitig. Als ich die Nutrias entdeckte passte ich die Kameraeinstellungen an und schwenkte die Kamera weg vom Ansitz des Eisvogels, natürlich kam er genau in dem Moment und setzte sich vor mich, blieb einige Sekunden und flog wieder ab. Zum Glück kam er in den nächsten Stunden noch zweimal.







12. November 2025 :


Ansitz bei den Eisvögeln.
September 2025 : Fernab überlaufener "Hotspots" und (für mich unerträglichem) Tourismus, war ich auch dieses Jahr zur Brunft wieder unterwegs, in der Hoffnung Hirsche beobachten und fotografieren zu können. Meine Begegnungen mit den Tieren konnte ich dabei an einer Hand abzählen. Gefreut habe ich mich natürlich trotzdem über jede einzelne Sichtung, vor Allem, da ich die letzten zwei Jahre noch weniger gesehen habe, und fotografisch gar kein Glück hatte.

Eine der beeindruckendsten Begegnungen in diesen Wochen - ein Hirsch der in 10 Metern Entfernung an mir vorüberzog...

...als er etwas weiter weg war, ergab sich die Gelegenheit ihn durch eine Lücke zwischen den Bäumen zu fotografieren.








Ein weiterer sehr beeindruckender Moment den ich auch fotografisch festhalten konnte, war die Begegnung mit diesem wunderschönen Hirsch.
2. September 2025 : Heute kamen die Bekassinen, die ich seit einigen Tagen regelmäßig in größerer Distanz beobachten konnte, endlich einmal nahe heran. Bereits in der Dunkelheit liefen sie vor meinem Platz umher. Ich hatte gar nicht bemerkt dass sie da waren, dachte zuerst es würde regnen und wunderte mich, dass ich keine Tropfen abbekam - bis ich realisierte dass die Bewegungen auf dem Wasser, die ich im fahlen Dämmerlicht der Sterne wahrnahm, nicht von Wassertropfen die vom Himmel fielen herrührten, sondern von den Vögeln, die dort mit ihren Schnäbeln stocherten. Auch Grünschenkel, Bruchwasserläufer und Dunkle Wasserläufer waren vor Ort. Während es die letzte Zeit oft schnell zu sonnig war, wurde es heute kurz nach Sonnenaufgang wieder sehr dunkel und grau.


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Besonders gefreut habe ich mich über die Wasserralle, die ich bereits bei den letzten beiden Ansitzen jeweils seitlich von mir beobachten konnte. Heute tat sie mir den Gefallen, kurz vor der Kamera zu posieren.

Später fing es stark an zu regnen. Die Bekassinen suchten noch einige Zeit weiter Nahrung und zogen sich dann in den Uferbereich zurück. Auch ich war inzwischen durchnässt und beschloss, es für heute gut sein zu lassen.
1. September 2025 :




Kraniche am frühen Morgen. Dunst und kurze Zeit später massives Gegenlicht, machten es heute schwierig ein paar brauchbare Aufnahmen zu bekommen.
31. August 2025 :

Junger Hirsch im Regen.





Nach dem Regen fanden sich mehrere Silberreiher ein.
28. August 2025 :

Junge Bachstelze.
25. August 2025 :


Wildschweine - ein leider seltener Anblick, dementsprechend habe ich mich gefreut.

Am Abend probierte ich mein Glück ein weiteres Mal bei den Limikolen, und konnte über längere Zeit einen Silberreiher beobachten und fotografieren.
21. August 2025 : Für heute war eher bedecktes Wetter angesagt und ich startete noch einen Versuch bei den Limikolen. Leider stimmte die Vorhersage nicht und es wurde schnell sehr sonnig, was das Fotografieren nach kurzer Zeit unmöglich machte.

Waldwasserläufer mit Fisch.
19. August 2025 : Bei einem Ansitz am Wasser, bei dem ich hoffte Limikolen fotografieren zu können, flog vor Sonnenaufgang ein Pärchen Kraniche ein.











Jedes mal wenn Trupps rufender Kraniche das Gewässer überflogen, begann das Paar ebenfalls lautstark zu trompeten - endlich hat es einmal geklappt Bilder zu machen, bei denen man den dampfenden Atem der Kraniche beim Rufen sieht. Darauf hatte ich schon lange gehofft, die Chance dass so etwas tatsächlich klappt ist natürlich gering, und so habe ich mich sehr über diese Gelegenheit gefreut.




Es war ein besonderes Erlebnis mit den Kranichen. Als sie irgendwann aus meinem Blickfeld verschwunden waren, kamen die Limikolen, die ebenfalls schon vor Sonnenaufgang in größerer Distanz zu beobachten waren, langsam näher. Mehrere Bruchwasserläufer und ein Dunkler Wasserläufer waren eifrig mit der Nahrungssuche beschäftigt. Obwohl die Distanz zwischen mir und den Vögeln nur wenige Meter betrug und ich sie zum Teil formatfüllend fotografieren konnte, flimmerte es bereits um 8:00 Uhr so stark, dass keine scharfen Aufnahmen mehr möglich waren.

Dieses Bild des Dunklen Wasserläufers war das einzige, welches zumindest einigermaßen scharf wurde. Abgesehen vom Flimmern war es schon ziemlich grell und das Licht bereits etwas zu hart. Ich zeige das Bild dennoch, da mich diese Vogelart sehr fasziniert und ich sie besonders schön finde. Vielleicht ergibt sich noch eine Gelegenheit, Aufnahmen bei besseren Bedingungen zu machen.
20. August 2025 :

Rehbock.
17. August 2025 :





Rothirsch am Morgen, eine Beobachtung über die ich mich sehr gefreut habe.

Später kam noch ein Feldhase, der zuerst zwei Meter neben mir verweilte. Erst als er auf die Wiese hinaus gehoppelt war, konnte ich noch ein Bild machen.
21. Juli 2025 : Vor einigen Tagen hörte ich bei einem Ansitz in der Ferne viele Kraniche rufen. Das wollte ich mir genauer anschauen, also fuhr ich im Anschluss in die Richtung aus der die Rufe gekommen waren. Auf einem frisch abgeernteten Feld entdeckte ich sie schließlich, zusammen mit vielen Graugänsen, die sich dort ebenfalls eingefunden hatten. Ich beschloss, dort einen Ansitz zu wagen. Zuerst einmal musste ich das Feld noch einmal aufsuchen, wenn dort keine Vögel zugegen waren und nach einem geeigneten Platz schauen - und mehrere Tage abwarten bis das Wetter passte. Heute war es nun soweit. Da inzwischen weitere Felder abgeerntet wurden, war die Chance nicht mehr so hoch dass sich hier noch einmal so eine große Zahl an Vögeln einfinden würde, aber probieren wollte ich es dennoch. In der Dunkelheit hatte ich meinen Platz bezogen und begann zu warten. Die ersten Stunden sah es nicht gut aus, da immer wieder Kraniche und Gänse über mich hinweg flogen die sich weiter weg auf einem Feld sammelten, wie man den lauten Rufen entnehmen konnte. Irgendwann flog dann doch noch ein Pärchen Kraniche ein.


Als sich in einem anderen Teil des Feldes ein zweites Paar einfand, begannen sie zu rufen und zu tanzen. Dann widmeten sie sich der Nahrungssuche und kamen allmählich näher.

Plötzlich ging alles ganz schnell, gerade noch mit der Gefiederpflege beschäftigt...

...rannte er unvermittelt mit ausgebreiteten Flügeln in meine Richtung...

...und kam vor mir zum Stehen...

Gefolgt von seinem Partner, der noch näher kam.

Wieder begannen sie zu rufen und zu tanzen...





...sie waren eigentlich viel zu nahe um diesen Moment fotografisch festhalten zu können, aber ein paar Bilder konnte ich doch machen, bei denen die Flügel nicht abgeschnitten sind.



Nachdem sie sich noch ein paar Minuten rechts neben mir aufhielten...

...schritten sie langsam wieder weiter hinaus ins Feld. Als sich dann nach einer Weile noch ein Trupp mit 8 Kranichen einfand, kam es zu ein paar kleineren Streitereien und kurz danach verließen alle das Feld. Da es inzwischen recht stark flimmerte, packte auch ich zusammen und machte mich auf den Heimweg.
18. Juli 2025 :

Einer von insgesamt 4 Fischadlern an einem grauen Tag.
10. Juli 2025 :



Rotwild, gerade noch so ins Bild bekommen.